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 Arbeitstitel:Der Orden der Lilienkrieger

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Luna800
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BeitragThema: Arbeitstitel:Der Orden der Lilienkrieger   Sa Apr 27, 2013 7:21 pm

Der Orden der Lilienkrieger 14.3.13

Djuna ließ den Blick über die kleine Trauergesellschaft gleiten. Sie bestand nur aus Tolim, dem Wirt des Gasthauses zum grünen Baum, seiner Frau Lia, ihrem kleinen Sohn Saki und ihr selbst, die etwas abseits stand, während der Sarg ins Grab gelassen wurde. Sie würde nicht weinen. Das war einer ihrer Vorsätze. Er kam direkt nach vertraue niemandem. Diese Grundsätze hatte sich Djuna mit 9 Jahren nach dem Tod ihrer Mutter aneignen müssen. Sie hatten ihr in den darauffolgenden 6 Jahren als Straßenkind wohl oft das Leben gerettet. Trotzdem war Djuna traurig. Sie hatte die arme alte Olana schließlich bis zu ihrem Tod gepflegt und sich von ihrem Lohn ein kleines Zimmer im Gasthaus leisten können. Als das Grab zugeschaufelt war, dämmerte es bereits. Ein kalter Wind kam auf und Djuna zog sich ihren alten Mantel enger um die Schultern. Sie wusste, dass sie sich beeilen musste, wenn sie das Dorf noch im hellen erreichen wollte. Also warf sie dem Grab einen letzten, traurigen Blick zu und machte sich auf den Weg.

Der Friedhof lag 20 Minuten vom Dorf entfernt und nur ein schmaler Pfad durch den dichten Wald führte dorthin. Djuna war diesen Weg schon oft gegangen um das Grab ihrer Mutter zu besuchen, doch heute war etwas anders. Sie drehte sich oft um und suchte den Schatten zwischen den Bäumen nach denen ab, die sie verfolgten. Schon auf dem Hinweg hatte sie die Blicke gespürt und glaubte auch dunkle Gestalten erblickt zu haben. In solchen Dingen irrte Djuna sich nie. Es war ihr siebter Sinn. Schon als kleines Kind hatte sie die Blicke der Anderen gespürt was ihr in den 6 Jahren voller Angst, Hunger und Gewalt sehr geholfen hatte. In der aufkommenden Finsternis konnte Djuna bereits die Lichter des Dorfes erkennen. Auf einmal hörte sie von weiter hinten Schreie und das metallische Klirren von Waffen. Djuna blieb stehen. Es gab keinen Zweifel: Dort kämpften Menschen! Einen Moment lang hatte sie den Gedanken hinzulaufen um zu helfen, falls sich dort jemand gegen Räuber oder Menschenhändler, die ihre Gefangenen an die grausamen Barone im Osten verkauften, verteidigen müsste. Doch Djuna konnte es sich nicht leisten in einem Kampf verletzt oder gar getötet zu werden, also verwarf sie den Gedanken schnell. Sie drehte sich um und eilte weiter den Pfad entlang. Plötzlich knackte hinter ihr ein Zweig. Djuna fuhr herum und sah einen Mann der sein Gesicht in einer schwarzen Kapuze verbarg, im Schatten stehen. Es musste einer der Kämpfer sein, denn aus einer Wunde an seinem Arm tropfte Blut. Und mit Sicherheit war er ein Feind, denn nur die schwarzen Kämpfer und ihre Anhänger trugen solche Kleidung. Noch einen Moment war Djuna vor Schreck wie gelähmt, dann rannte sie los. Sie hörte, wie der Mann ihr folgte. Djuna war zwar eine schnelle Läuferin doch trotzdem sah sie, als sie sich umdrehte, dass ihr Verfolger aufholte. Sie merkte, wie ihre Kräfte langsam nachließen. Sie hatte keine Chance das Dorf vor ihm zu erreichen. Auch Hilfe war nicht zu erwarten, denn um diese Zeit waren alle Bewohner Arakas in ihren Häusern. Djuna spürte, wie jener alt bekannte, verzweifelte Mut in ihr entflammte. Ihr blieb nur eine Möglichkeit: sie musste sich ihrem Verfolger stellen. Sie zog ihr langes Messer und hielt an. Ihr Verfolger stoppte ebenfalls, in seiner Hand blitzte ein langer Dolch. Djuna konnte sein Gesicht unter der Kapuze nicht erkennen, doch sie spürte am ganzen Körper wie er sie anstarrte. Sein Blick war voller Gefahr und es ging eine seltsame Macht von ihm aus. Djuna brach der Schweiß aus als sie verzweifelt versuchte seinen Blick zu erwidern. Als sich ihre Blicke trafen, hatte sie auf einmal das beängstigende Gefühl, dass der Mann durch ihre Augen direkt in ihr Inneres schauen konnte. Djuna versuchte verzweifelt den Blick abzuwenden, doch sie war wie gebannt. Sie spürte, wie eine Welle der Angst in ihr emporstieg. Noch nie in ihrem Leben hatte sie sich so bedroht gefühlt. Was war das für ein Kämpfer, der keine Waffe benutzte und sie nur mit seinen Blicken angriff und bannte? Wie sollte sie ihm nur entkommen? Mit all ihrer Kraft versuchte Djuna einen Baum zu fixieren, der hinter ihrem Verfolger stand. Ihre Hände begannen vor Anstrengung zu Zittern doch dann war sie mit einem mal frei. Sie stolperte keuchend ein paar Schritte rückwärts. Ihr Messer drohte ihr zu entgleiten. Wild entschlossen umklammerte Djuna es. Wenn sie jetzt nicht angriff, würde sie keine Gelegenheit mehr dazu haben. Da sagte der Mann plötzlich mit rauer, kalter Stimme: „Du wirst mich nicht besiegen, denn du hast nicht die Kraft dazu. Dein Blick verrät-.“Sein Satz endete in einem Aufschrei. Völlig perplex sah Djuna wie er sich stöhnend zusammenkrümmte und etwas aus seinem Bein zog. Es war ein Messer und nun sah sie auch Blut auf seiner schwarzen Kleidung. Djuna hob ihre Waffe: Jetzt oder nie! Doch ihr Verfolger hatte sich schon wieder aufgerichtet und als er Djuna mit erhobener Waffe sah, warf er das Messer, das ihn eben verwundet hatte, nach ihr. Djuna duckte sich blitzartig weg und das Messer blieb in einem Baum stecken. Ein leises Rascheln ließ Beide herumfahren und Djuna glaubte eine Gestalt im Schatten zu sehen. Ihr Verfolger starrte die Gestalt einige Sekunden an, dann stieß er einen Fluch in einer Sprache aus, die Djuna nicht kannte und stürzte in einer anderen Richtung davon.
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Ceyreen
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BeitragThema: Hi... :)   Mi Mai 22, 2013 12:17 pm

Also erstmal ein großes Kompliment. Smile
Die Geschichte ist vom ersten Augenblick an spannend und macht neugierig auf mehr. Du hast einen sehr schönen Schreibsti; es ist flüssig und leicht zu lesen. Ein, zwei kleine Rechtschreibfehler sind drin, aber das stört nicht.
Ich fände es schön, wenn du ein bisschen mehr von der Geschichte hier reinstellen würdest. Smile (Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht!)

LG
Ceyreen
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